Steine und Weise

Steine schweigen,

weil es ihr Wesen ist.

Weise schweigen,

weil sie ihr Wesen wiedergefunden haben.

Wesen, die suchen,

glauben, ihr Wesen verloren zu haben.

Verächtlich treten sie den Stein

Und fragen den Weisen:

Kannst du mir helfen,

mein Wesen zu finden?

Darauf deutet der Weise auf den Stein und sagt:

Setze dich hin und tue es dem Stein nach.

Now

let me present to you the presence:
It is what you ever were,
but nothing you will ever keep.
It is now here in nowhere.

Let me give you the most wonderful present:
It is timeless
and nowhere to find.
But it is now here.

Let me present you the most important secret:
Now and here you will find it.
It is what you are,
now here in nowhere.

Just be it, now

Die Mitte

Die Mitte ist kein Ort,
sie ist zeitlos,
hier und jetzt,
alles und nichts.

Sie ist der Kern,
alles umhüllend,
unverhüllt von dem,
was ist.

Aus der Mitte
werden wir geboren.
In die Mitte
sterben wir hinein.

Die Mitte ist Quelle und Ziel,
Anfang und Ende.
Sie ist:
das Sein.

Himmels-Körper

Die Sterne sind wie Zellen,

die Planeten wie Organellen,

Materie nur?

Sind es Himmels-Körper,

die das Leben tragen

oder Leben pur?

Auch unsere eigenen Zellen

Sind nicht nur Träger

Sondern Lebensquellen.

Sie enthalten Teile, Quanten,

 die kleinsten Verwandten

aller Körperzellen.

Doch die Teile sind auch Wellen.

Aus denselben Quellen

 stammen auch wir.

Wer in den Himmel blickt,

schaut in die Ewigkeit

Und in sich selbst hinein.

Wo fängt der Himmel an?

Wo hört der Körper auf?

Das Selbst ist der Weltenlauf.

Die Reise

Das Leben ist eine Reise.
Wir wissen nicht wohin sie geht,
und es läuft nicht immer so
wie wir es uns wünschen.

Alles wird getragen von etwas Höherem, Größerem:
dem Wesentlichen, „Gott“ oder wie wir es auch nennen.
Es ist Ursprung und Ziel zugleich.
Wir alle werden dorthin zurückkehren.

Das Leben ist die Reise dorthin,
wo alles eins ist.
Die Reise wird uns geschenkt
aber wir müssen sie alleine gehen.

Unsere Weggefährten werden wir verlieren,
aber wir werden sie dort wiederfinden,
wo alle Reisen enden:
Im Wesentlichen.

Und da dem so ist, sei gewiss:
es geht weiter,
auch wenn wir nicht wissen,
wohin die Reise geht.

Kinder

Kinder spielen:

Ohne Regeln, ernsthafter Spaß.

Das Spielen ist ihre Welt.

Nichts anderes zählt.

Kinder singen:

Laut, schön und spontan.

Ganz dabei, unbekümmert

Nichts ist wichtiger

Kinder sind präsent:

Vergangenheit und Zukunft?

Kein Thema, Erwachsenenkram.

Nur das Jetzt zählt.

Kinder stören,

wenn man sie stört.

Ganz vertieft in ihre Welt:

Wie kann man da stören?

Kinder bezaubern,

wenn man sie lässt.

Gib ihnen den Raum, den Rahmen.

Sie werden dich belohnen.

Kinder, Kinder:

Gibt es Wichtigeres?

Was du ihnen gibst

Bekommst du tausendfach zurück.

Kinder lieben:

Ohne Erwartung, bedingungslos.

Nimm ihre Liebe ebenso an.

Nichts ist lohnender.

Kinder lachen:

Spontan, herzlich, ansteckend.

Lass dich darauf ein.

Nichts ist schöner.

Kinder sind:

Leben, Liebe und Lohn,

Aufgabe, Weg und Ziel.

Nichts zählt ohne sie.

Kinder zeigen dir,

warum Jesus sagte:

Seid wie die Kinder

Und euch ist das Reich

Neues Denken

Neues ist interessant.

Denken schafft Neues.

Neues zieht in den Bann.

Wer denkt, der (denkt er) kann.

Neues bringt Erfolg.

Wer denkt, der folgt.

Aber Denken begrenzt.

Neues wird alt.

Denken sucht Neues.

Neu altert bald.

Erfolg vergeht.

Denken verweht.

Was bleibt ist alt,

War immer schon da,

Lässt niemanden kalt,

ist wunderbar.

Leben und Tod

Leben ist…

Werden und manifestieren, verändern und fließen,

Energie verbrauchen, stetiger Wandel,

Einatmen und ausatmen, einfach nur Sein.

Tod ist…

Vergehen und Auflösung, Übergang und Geheimnis,

Vorher und Nachher, aber auch Dazwischen,

Unbegreiflich aber ständig präsent,

Unheimlich und dennoch vertraut.

Leben und Tod sind…

Wie Form und Leere, Licht und Schatten,

Anfang und Ende, Diesseits und Jenseits.

Nur gemeinsam sind sie möglich,

ewiglich vereint.