Die Lebensweise der Menschen ist ungesund, nicht nur für uns, sondern für alle Lebewesen und auch für die Erde. Das Leben findet nur auf der Oberfläche der Erde statt: am Erdboden, in den Gewässern und in der Atmosphäre. Es ist nur eine ganz dünne Lebens-Schicht, die belebt ist, gewissermaßen die „Erdhaut“.
Die Erde hat einen Hautausschlag und wir Menschen sind verantwortlich dafür. Es beginnen bereits Abwehrreaktionen der Erde in Form von Stürmen, Erdbeben, Fluten, Dürreperioden und der damit verbundenen Erwärmung. Die Erde entwickelt ein Fieber.
Wenn es so weitergeht, werden viele Arten aussterben, vielleicht auch der Mensch.
Bei uns dauert Fieber ein paar Tage, in schlimmen Fällen vielleicht ein paar Wochen. Bei der Erde entspricht das ein paar tausend Jahren, eine kurze Episode aber für viele Menschengenerationen ein Zeitalter des Leids. Wäre es da nicht besser, wenn wir selbst versuchen, den Hautausschlag und das Fieber der Erde zu heilen?
Doch wie? Können wir das überhaupt? Wo sollen wir anfangen?
Der einfachste und effektivste Anfang ist: Jeder bei sich selbst. Wenn jeder sofort – nicht nächste Woche, nicht Morgen, nicht „später“ sondern JETZT – seine Lebensweise ändert, ist bereits viel getan. Wir können sofort unseren ökologischen Fußabdruck um 10 – 20 % verkleinern; in kurzer Zeit bereits um 30 – 40 %, mittelfristig um 50 – 60% und langfristig noch weiter.
Natürlich wird das nicht einfach und ist mit Verzicht, Opfern und Leid verbunden. Aber das ist gering im Vergleich zu dem, was uns erwartet, wenn wir nichts ändern. Zunächst wird vieles schwerer werden. So ist das immer bei einem Heilungsprozess.
Der nächste Schritt – parallel dazu und damit einhergehend – ist die Veränderung der Gesellschaftsstrukturen, der Lebensweise, der Kultur und allem was damit zusammenhängt.